Herzwochen 2019: „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen – wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“

Unter dem Motto „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“ stehen die bundesweiten Herzwochen vom 1. bis zum 30. November 2019. In den Herzwochen beantworten Herzspezialisten in Herz-Seminaren, bei Gesundheitstagen sowie in Telefon- und Online-Aktionen häufige Fragen von Patienten und informieren mit Kurz-Schulungen in Kliniken. Die Herzwochen bieten Betroffenen und Angehörigen sowie Fachkreisen und Medien die Möglichkeit, sich kompetent und laienverständlich über wichtige Fragestellungen zu informieren.

Jedes Jahr erleiden in Deutschland 65.000 Menschen einen plötzlichen Herztod, etwa 60.000 versterben daran. „Das müsste nicht sein. Der plötzliche Herztod ist in aller Regel kein schicksalhaftes Ereignis, von dem es kein Entkommen gibt“, betont der Herzspezialist und Notfallmediziner Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Wer ist gefährdet?

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste zugrundeliegende Erkrankung. Sie wiederum ist verursacht durch Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin). Auch die Genetik und ein ungesunder Lebensstil durch Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und Drogenkonsum spielen eine Rolle. Ursachen des plötzlichen Herztods können auch Herzmuskelerkrankungen, seltener Herzklappenerkrankungen sowie angeborene Herzfehler sein.

Herzspezialisten informieren bundesweit

Die Herzstiftung wird in ihrer Kampagne über Ursachen, Diagnose- und Therapieverfahren intensiv aufklären sowie informieren, was man selbst viel gegen das Risiko tun kann. Grundlage der Herzwochen wird der neue Experten-Ratgeber „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“ mit Beiträgen von renommierten Kardiologen, Herzchirurgen und Pharmakologen sein. Darin werden Experten laienverständlich über den plötzlichen Herztod, seine Ursachen, Auslöser und Vorboten, Therapien zur Bekämpfung der Grundkrankheiten, über die Wiederbelebung und Akuttherapie sowie psychische Probleme informieren. Die Broschüre ist ab Mitte Oktober abrufbar.

In unserer Region

Wetzlar

In Wetzlar findet die „große“ Herzveranstaltung – das „Wetzlarer Herzseminar“, das auch das Thema der Herzwochen aufgreift – immer erst im April des nächsten Jahres statt .

Hermannsteiner Herz-Seminar

Etwa 80 Besucherinnen und Besucher waren am 14.11. in das Evangelische Gemeindehaus in Hermannstein zum Herz-Seminar der Internistischen Gemeinschaftspraxis Wetzlar gekommen.

Dr. Rolf Klingler erklärte anschaulich, was der „Plötzliche Herztod“ ist, wer davon betroffen sein kann und wie man sich schützen kann.

H.-C. Müller-Guth ging näher auf Herzrhytmusstörungen ein. Er erklärte den Unterschied zwischen harmlosen und bedrohlichen Rhytmusstörungen, wie man sich vor ihnen schützen und wie man sie behandeln kann,

Beide Referenten beantworteten ausführlich viele Fragen aus dem Publikum.

Dillenburg

Dillenburger Herztag
Samstag, 30. November 2019, 11 – 14 Uhr

Moderation: Prof. Dr. med. Michael Buerke und
Prof. Dr. med. Martin Brück

11.00 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. med. Michael Buerke
Chefarzt Medizinische Klinik II – Kardiologie
St. Marien-Krankenhaus Siegen
Uwe Fehling
AOK Dillenburg
Horst-Peter Pohl
Beauftragter (ehrenamtlich) der
Deutschen Herzstiftung

11.15 Uhr Plötzlicher Herztod – Was ist das? Was muss
man machen?
Prof. Dr. med. Michael Buerke

11.45 Uhr Medikamente bei Herzrhythmusstörungen
Dr. med. Thorsten Molling
Facharzt für Kardiologie, Innere Medizin und
Notfallmedizin, Praxis für Kardiologie Dillenburg

12.15 Uhr Bewegungspause
Marien Aktiv

12.20 Uhr Ablation von Rhythmusstörungen
Prof. Dr. med. Martin Brück
Chefarzt Medizinische Klinik I
Lahn-Dill-Kliniken, Klinikum Wetzlar


12.50 Uhr Debrillator und Schrittmacher
Oberarzt Volker Bärsch
Medizinische Klinik II – Kardiologie
St. Marien-Krankenhaus Siegen

Ort: Hotel Bartmanns Haus, Dillenburg

Gießen

Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?

Themen und
Referent/en:
Dr. med. Shibu Mathew
Herzrhythmusstörungen: Therapie mit moderner
Verödung/Ablation
Prof. Dr. med. Michael Schoppet
Koronare Herzkrankheit
Dr. med. Jörn Schmitt
ICD- und Herzschrittmacher nach erfolgreicher Wiederbelebung
PD Dr. med. Bernd Niemann
Nicht herzbedingter plötzlicher Tod: Dissektion,
Aneurysmen, Lungenembolie
Leitung,
Moderation:
Prof. Dr. med. Andreas Böning,
Prof. Dr. med. Michael Schoppet, Dr. med. Jörn Schmitt
Datum:13.11.2019
Uhrzeit:17:00
Lokalität:Justus-Liebig-Universität, MLZ, (Gebäude Alte Chirurgie)
Medizinischer Hörsaal 1
Straße:Klinikstr. 29
Ort:35392 Gießen

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