Alles, was Sie über Medikamente bei Herzerkrankungen wissen sollten

Medikamente sind ein zentraler Bestandteil der Behandlung von Herzerkrankungen. Sie schützen das Herz, verbessern Beschwerden und senken Risiken. Diese Seite gibt einen kompakten Überblick darüber, warum sie so wichtig sind und wovon ihre Wirkung sowie mögliche Neben- und Wechselwirkungen abhängen.

Medikamente sind Freunde

Medikamente sind Freunde. Sie retten Leben.

Wenn Sie an einer Herzkrankheit leiden, müssen Sie unweigerlich Medikamente nehmen. Und die traurige Wahrheit ist: sehr wahrscheinlich werden Sie eine Reihe von Medikamenten nehmen müssen und ebenso wahrscheinlich ist, dass Sie sie für den Rest Ihres Lebens einnehmen werden. Deshalb ist es gut, sich mit Ihren Medikamenten anzufreunden – schließlich sind sie Ihre Helfer und Lebensretter, nicht Ihre Gegner.

Was Sie beim Einnehmen beachten sollen: Wechselwirkungen

Bei der Einnahme von Medikamenten können Wechselwirkungen mit anderen Arzneimittel, aber auch mit Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln auftreten.

Medikamente, die mit Flüssigkeit aufgenommen werden sollen, nehmen Sie am besten mit Wasser ein.

Wechselwirkungen mit Nahrungsmittel

Milch, Säfte und Kaffee oder Tee können die Wirksamkeit von Arzneimitteln verändern. Auch Alkohol verändert die Wirkung, gleichzeitig wird die Wirkung des Alkohols durch viele Medikamente verstärkt

  • Bei den Säften ist vor allem Grapefruitsaft zu vermeiden, da er den Abbau bestimmter Medikamente hemmen und dadurch deren Wirkung oder Nebenwirkungen verstärken kann. Ähnliches gilt für Orangensaft, Apfelsaft u.ä.
  • Fetthaltiges Essen kann die Wirkung von Medikamenten verstärken, weil die Leber durch die Verdauungsarbeit manche Bestandteile der Arzneimittel nicht filtern kann.
  • Ballaststoffe schwächen die Medikamentenaufnahme, weil sie auch Medikamente im Darm binden können.

Ausführlichere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Apotheken-Umschau.

Wechselwirkungen mit Nahrungsergänzungsmitteln

Nahrungsergänzungsmittel können die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen. Und sie können die Laborwerte verändern. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt über alle Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen.

Im Gegensatz zu Medikamenten muss bei Nahrungsergänzungsmitteln nicht auf mögliche Nebenwirkungen hingewiesen werden.

Wer gerinnungshemmende Medikamente nimmt, darf Vitamin K nur nach Absprache mit dem Arzt einnehmen. Das gleiche gilt für

Zwischen Medikamenten

In der Regel achtet der Hausarzt auf mögliche Wechselwirkungen. Aber manchmal bekommt man von unterschiedlichen Ärzten Medikamente verschrieben und der Hausarzt weiß nichts davon. Deshalb sollte man seine Ärztin oder seinen Arzt immer über alle Medikamente informieren.

Gerade ältere Patienten nehmen häufig zusätzlich auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente. Auch darüber sollte der Arzt informiert werden.

Es ist wichtig, einen Medikationsplan zu führen und bei jedem Arztbesuch mitzuführen. Den kann man dann auch gelegentlich in der Apotheke einmal besprechen.

Auf der folgenden Seite können Sie überprüfen, ob es bei den von Ihnen genommenen Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen kann.

Hier können Sie sich einen Medikationsplan herunterladen:

Nebenwirkungen von Medikamenten

Medikamente haben immer Wirkungen und Nebenwirkungen. Ein Medikament, das keine Nebenwirkungen hat, ist höchstwahrscheinlich auch wirkungslos.

wenn Sie eher ein ängstlicher Typ sind, sollten Sie den Abschnitt „Nebenwirkungen“ im Beipackzettel nicht lesen.

Warum Sie diesen Abschnitt des Beipackzettels überlesen dürfen:

Ob Nebenwirkungen eintreten, hängt von verschiedenen Faktoren ab: auf der einen Seite von der Art des Medikamentes, auf der anderen Seite von Ihren persönlichen Gegebenheiten.

Nebenwirkungen hängen von der Art des Medikaments ab

Bei manchen Medikamenten steigen die unerwünschten Wirkungen, wie sie oft auch genannt werden, mit der verabreichten Dosis. Manche Medikamente haben einen großen therapeutischen Bereich. Dann gibt es einen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen einer wirksamen und einer schädlichen Dosis.

Andere Medikamente haben nur einen schmalen therapeutischen Bereich. Dann können schon geringe Änderungen die Wirkung beeinträchtigen und zu Nebenwirkungen führen.

Bei schwerwiegenden Erkrankungen muss der Arzt häufig abwägen, inwieweit unerwünschte Wirkungen in Kauf genommen werden müssen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Nebenwirkungen hängen von Ihrer Person ab

Auch Sie selbst, Ihr Körper und Ihre Seele können Einfluss darauf haben, ob sich Nebenwirkungen entwickeln.

Bei den dosisabhängigen Nebenwirkungen sind Körperbau, Größe und Gewicht und auch das Geschlecht wichtige Faktoren. Der Arzt muss hier die Dosierung entsprechend einschätzen.

Daneben gibt auch genetische Veranlagungen, die die Verarbeitung von Medikamenten beeinflussen.

Und schließlich ein heikles Thema: wie wir einem Medikament gegenüber eingestellt sind, beeinflusst sowohl seine Wirkungen als auch seine Nebenwirkungen.

Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie sollen Ihnen helfen, Ihre Erkrankung besser zu verstehen, ersetzen jedoch keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen stets an Ihren behandelnden Arzt und treffen Sie keine eigenständigen medizinischen Entscheidungen auf Grundlage dieser Inhalte.

Damit die Texte leichter zu lesen sind, nutzen wir oft die männliche Form. Natürlich sind immer alle Geschlechter gemeint.

Eine Seite zu speziellen Medikamenten bei Herzkrankheiten folgt.